Knuspriger Gänse- oder Entenbraten mit Klößen und Rotkohl – typischer ist ein deutsches Weihnachtsessen wohl kaum. Zum Nachtisch dann noch einen lecker duftenden Bratapfel mit Vanillesauce. Und später auf der Couch – wenn überhaupt noch was in den Bauch reinpasst – selbst gebackene Plätzchen mit Walnüssen verziert.

So, und jetzt – Rebellion! Revolution! – nehmen wir einfach mal Rotkohl, Äpfel und Walnüsse und packen sie in einen Kuchen. Wir versprechen nicht zu viel: DER KNALLER! In unseren Cafés ist er jedenfalls immer ruckzuck weggefuttert.

Ein kleiner Tipp: Verratet vor dem Probieren niemandem, dass Rotkohl im Kuchen ist. Lasst eure Gäste die außergewöhnliche Zutat selbst erschmecken – von allein kommt da erfahrungsgemäß niemand drauf. 😉

Ihr braucht:
1 Kranzform (Ø 26 cm)

Für den Teig:
1 kleines Glas Apfelrotkohl (335 g Abtropfgewicht)
350 g säuerliche Äpfel (z. B. Boskop)
1 EL Zitronensaft
160 g Walnusskerne
200 g Weizenmehl (Type 405)
2 TL Natron
¼ TL Salz
2 TL gemahlener Zimt
¼ TL frisch gemahlene Muskatnuss
½ TL gemahlene Vanille
240 g Zucker
3 Eier (Größe M)
200 ml Walnussöl (oder Sonnenblumenöl)

Für die Creme:
400 g zimmerwarmer Doppelrahmfrischkäse
150 g Puderzucker
100 g sehr weiche Butter
1 EL Zitronensaft

Außerdem:
Butter für die Form
Puderzucker zum Bestauben

Und so gelingt der Kuchen:
Den Rotkohl in ein Sieb schütten und gut abtropfen lassen. Die Äpfel schälen, entkernen, in kleine Würfel schneiden und mit dem Zitronensaft beträufeln. Die Walnusskerne grob hacken. Alles beiseitestellen. Den Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mehl, Natron, Salz, Zimt, Muskat und Vanille mischen und in eine Schüssel sieben. In einer zweiten Schüssel Zucker, Eier und Öl mit einem Schneebesen verrühren. Die Mehlmischung nach und nach einarbeiten. Apfelwürfel, gehackte Nüsse und den abgetropften Rotkohl unterheben.

Den Teig in die gefettete Kranzform füllen und etwa 60 Minuten auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Ofen backen. Achtung: Der Teig ist recht flüssig und kann tropfen, deshalb sicherheitshalber ein Blech unter die Form stellen. Mit einem Holzstäbchen testen, ob der Kuchen gar ist – einfach hineinstechen und wieder rausziehen. Bleibt kein Teigrest kleben, ist der Kuchen fertig.

Den Kranz etwa 30 Minuten in der Form abkühlen lassen und anschließend auf eine Kuchenplatte stürzen. Sollte der Kuchen sich beim Stürzen nicht sofort lösen, kurz mit einem nassen Handtuch abdecken, dann geht das ganz schnell. Den Kuchen vollständig auskühlen lassen.

Für die Creme alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Handmixer glatt rühren. Es ist sehr wichtig, dass die Butter wirklich weich ist, denn sonst vermischt sie sie sich nicht mit den anderen Zutaten und es bleiben kleine Klümpchen zurück. Die Creme über den abgekühlten Kranz löffeln und nach Belieben von allen Seiten oder nur oben damit bestreichen.

Alternativ den Kuchen nur mit Puderzucker bestauben – auch sehr lecker.

Dazu harmoniert ein Sidamo aus Äthiopien aufs Allerfeinste. Er hat einen eleganten, vollen Körper, eine feine Säure und ausgeprägte zitronige und blumige Geschmacksnoten mit leicht schokoladigem Abgang.