Kaffeetüte oder -dose auf, Löffel für Löffel in die French Press oder die Maschine füllen, aufbrühen – mmmhhh, wie das duftet! Und schmeckt! Dem kärglichen Rest, also dem Kaffeesatz, droht dann nur ein Schicksal: Ex und hopp, ab damit in den Müll. Dabei kann man damit noch richtig was anfangen. Wir haben für euch fünf praktische Verwertungstipps gesammelt:

Fettreste wegschmirgeln
Grillen hat ja gerade noch Hochsaison, eingebrannte Fettreste auf dem Rost lassen sich dabei leider nicht vermeiden. Zum Reinigen muss man aber nicht direkt die große Chemiekeule schwingen, nicht mal bei verdammt hartnäckigem Schmutz: Kaffeesatz auf die verdreckten Stellen geben, mit einem Schwamm sanft einreiben, gründlich abschrubben und mit Wasser abspülen. Sind die Reste sehr fest und nur schwer lösbar, hilft das Einweichen in warmem Wasser mit Kaffeesatz. Nach mehreren Stunden im Wasserbad lässt sich der Dreck ganz easy abwaschen. Alles wie neu! Funktioniert übrigens auch super in Töpfen und Pfannen.

Kühlschrankmief vertreiben
Ein Tipp aus Omas Küchenwunderkiste: Das Pulver zieht wie ein Magnet üble Geruchsmoleküle an – kräftiger Käseduft beispielsweise wird so nicht nur überdeckt, sondern tatsächlich neutralisiert. Einfach ein Schälchen mit frischem Kaffeesatz in den Kühlschrank stellen, weg ist der Mief.

Haut und Haare pflegen
Die kleinen Partikel im Kaffeesatz wirken wie Minischleifsteine und machen die Haut samtig-weich. Für ein Gesichtspeeling den Kaffeesatz mit etwas Olivenöl verdünnen, mit Honig verfeinern, auftragen, einmassieren und abspülen. Was fürs Gesicht gut ist, tut natürlich auch dem Rest des Körpers gut: Kaffeesatz zu gleichen Teilen mit Duschgel vermengen, sanft auf der Haut verreiben und abbrausen. Die Haarwurzeln kriegen neue Power, wenn eine Handvoll Kaffeesatz mit einem Klecks Shampoo oder Spülung vermischt und wie gewohnt in die Haare einmassiert wird, dann kurz warten und ausspülen. Und der Knaller schlechthin: Kaffeesatz soll eine wahre Geheimwaffe gegen Cellulite sein. Dafür die noch warmen Überbleibsel mit Frischhaltefolie um die Oberschenkel wickeln und 10–15 Minuten einwirken lassen.

Pflanzen düngen
Kaffeesatz ist ein kostenloser, umweltfreundlicher und nährstoffreicher Dünger, der viel Stickstoff, Kalium und Phosphor in den Boden bringt. Bevor er mit frischer Blumenerde vermischt wird, muss er zunächst abkühlen und sollte möglichst trocken sein. Über diesen Düngepush freuen sich ganz besonders Rosen und Geranien, aber auch Tomaten und Zucchini.

Schädlinge vertreiben
Was die Pflanzen freut, ist für Schnecken und Ameisen nicht so prall: Erstere können sich auf dem trockenen Untergrund nicht so leicht fortbewegen und suchen lieber andere Areale, auf denen sie sich austoben können. Letztere werden mit einem kleinen Wall aus Kaffeesatz vom Bett ferngehalten, weil die Duftspur ihrer Kollegen zur nächsten Futterquelle neutralisiert wird.

Und ihr wisst ja: Frischen Kaffeenachschub gibt’s immer in unseren Cafés und im Onlineshop. So seid ihr perfekt aufs Genießen und viele kleine Dinge des Alltags vorbereitet. 🙂