Wer nach Ostafrika reist, besucht in der Regel Kenia oder Tansania. Burundi, das manchmal auch die „Schweiz Afrikas“ genannt wird, ist eher kein Teil der Reiseroute – trotz seiner faszinierenden unberührten tropischen Landschaften, des berühmten Tanganjikasees (übrigens das zweitgrößte Gewässer Afrikas), der Nil-Quelle und der unglaublich gastfreundlichen Bevölkerung. Zu unsicher ist aktuell wieder die politische Lage für entdeckungsfreudige Touristen, wie ein kurzer Streifzug durch die Google-Treffer zeigt. Sehr schade, finden wir.

Also holen wir Burundi zumindest als Geschmacksprobe zu uns – mit unserem Kaffee des Monats „Burundi Maruri“. Der findet in dem kleinen zentralafrikanischen Land ideale Bedingungen vor: Das gesamte Gebiet wird von einem Hochplateau durchzogen, in dem ein tropisch-wechselfeuchtes Klima herrscht. Die Kaffeesträucher gedeihen hier auf einer Höhe von 1.200 bis 2.000 Metern auf sandigem Lehmboden. Bis zur Ernte sorgen die Farmer per Hand für optimales Wachstum und beste Pflege, bevor die Kaffeekirschen gepflückt und gewaschen aufbereitet werden.

Unser Burundi Maruri stammt von der Dusangirijambo-Kooperative, die 2007 gegründet wurde und mittlerweile knapp 4.500 Produzenten umfasst. „Dusangirijambo“ bedeutet übrigens so viel wie „Ideen zusammenbringen“, um die Kaffeebauern zu unterstützen, Qualität sowie Produktivität zu erhöhen und die Entwicklung der Gemeinschaft zu fördern. Ein im wahrsten Sinne des Wortes sichtbares Zeichen für das Aufgehen dieses Plans ist eine Brücke, die die Nyangwe Hills und die Maruri Hills miteinander verbindet. Mussten die Farmer der Maruri Hills früher erst den Fluss zu Fuß überqueren und dann einen steilen Aufstieg vom Ufer aus auf sich nehmen, um die Waschstationen und Sammelstellen zu erreichen, ist mit dem Bau der Brücke diese Tortur Geschichte. Ebenfalls ein Erfolg der Kooperative: Die gesamten Erlöse gehen bis auf geringe Kosten für die Verwaltung direkt an die Kaffeebauern.

Für einen typischen Hochlandkaffee ist der Burundi Maruri sehr säurearm, mild und vollmundig im Geschmack. Sein Tassenprofil imponiert mit Geschmacksnoten aus roten Beeren, Schwarzer Johannisbeere, Pfirsich sowie Grapefruit und begeistert im Abgang mit einem feinen Kräuteraroma. Unser Tipp: Schwarz und mit einer kleinen Menge Zucker verfeinert, kommen die einzelnen Fruchtnuancen besonders intensiv zur Geltung. Müsst ihr unbedingt probieren! Den Burundi Maruri gibt es wie immer in unseren Cafés und im Onlineshop.