„Leider schon ausverkauft!“ Ja, wer im Dezember unseren Kaffee des Monats, den Yirgacheffe, probieren wollte, musste verdammt schnell sein. Denn nach nur knapp zwei Wochen waren alle Vorräte weg. Mal schauen, ob die Januar-Spezialität – der Colombia Maragogype Hacienda El Botón  – ähnliche Rekorde aufstellt …

Der erste Teil des Namens verrät schon, woher die Bohnen kommen: Kolumbien. Das wiederum nimmt im Reigen der Kaffeeanbauländer nach Brasilien und Vietnam weltweit den dritten Platz ein. Anfang des 19. Jahrhunderts hat diese Erfolgsgeschichte begonnen. Damals wurden von einem Geistlichen die ersten Kaffeepflanzen per Schiff von den französischen Antillen und über Land via Venezuela nach Kolumbien gebracht und angepflanzt. Die fruchtbaren Böden und das milde Hochlandklima in Äquatornähe taten dann ihr Übriges.

Und was genau heißt „Maragogype“? Die Bohnen verdanken ihren Namen ursprünglich der brasilianischen Hafenstadt Maragogype. Sie sind eine Arabica-Varietät und werden in Kennerkreisen liebevoll als „Elefant unter den Kaffees“ bezeichnet. Denn im ungerösteten Zustand sind die zwei- bis dreimal so groß wie eine Durchschnittsbohne. Übrigens: Um 1900 war das in Frankreich und am deutschen Kaiserhof einer der beliebtesten Kaffees – falls ihr mal irgendwo mit Kaffeenerd-Wissen punkten wollt.

Angebaut werden sie auf der Hacienda El Botón, einer 200 Hektar großen Plantage, die seit drei Generationen von der Familie Herrán geführt wird. Auf 1.350 Metern über Normalnull wächst der Kaffee ganz traditionell: Verschiedene Baumarten beschatten die Kaffeesträucher. Dadurch wird zwar pro Hektar weniger Kaffee produziert, aber die Bedingungen sind einfach ideal. Nur reife Kaffeekirschen werden von Hand gepflückt, getrocknet, verlesen und in der farmeigenen Nassmühle geschält. Kontrolliert beginnt damit der Fermentierungsprozess. Der Kaffee wird anschließend gewaschen, klassifiziert und in einem Trockner auf den gewünschten Feuchtigkeitsgrad gebracht. Dadurch wird eine unkontrollierte Fermentierung verhindert und ein homogener Feuchtigkeitsgrad in allen Bohnen erreicht.

Wie macht sich der „Elefantenkaffee“ denn nun in der Tasse? Er besticht durch ein würzig-feinfruchtiges Aroma mit zarter Karamellnote und wunderbar rundem Nachgeschmack. Sein geringer Säuregehalt unterstützt die Verträglichkeit. Besonders eignet er sich für die Zubereitung in der Filtermaschine. Probieren könnt ihr ihn in unseren Cafés in Düsseldorf und Hilden, für zu Hause gibt es dort oder im Onlineshop Nachschub, solange der Vorrat reicht.