Als Kolumbus am 18. September 1502 an der „reichen Küste“ – so die Übersetzung von Costa Rica – vor Anker ging, wahrscheinlich total übermüdet vom vielen Navigieren, musste er auf einen Kaffee als Wachmacher definitiv verzichten. Denn den gab es damals dort noch gar nicht. Erst vor knapp 250 Jahren wurden die ersten Pflanzen von Kuba eingeführt. Und fielen quasi auf äußerst fruchtbaren Boden: Die vulkanische Asche sorgt für den richtigen Säuregehalt der Erde und die Reichhaltigkeit an verschiedenen weiteren organischen Stoffen fördert das Wachstum der Pflanzen. Kein Wunder also, dass Costa Rica heute ein Kaffeeland der Superlative ist: Auf 3,7 Millionen Menschen kommen allein 400 Millionen Kaffeebäume, mit durchschnittlich 1.600 Kilogramm werden hier die höchsten Ernteerträge pro Hektar überhaupt erzielt.

Die berühmteste Anbauregion ist das Tarrazu-Gebiet. Auf erloschenen Vulkanen wachsen auf 1.600 bis 1.700 Metern über dem Meeresspiegel die besten Kaffeesorten Costa Ricas. Kultiviert werden ausschließlich Arabica-Bohnen. Das ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Wegen der kühleren Temperaturen wachsen die Pflanzen langsamer und entwickeln ein sehr feines Aroma mit mildem Geschmack. Unser Kaffee des Monats „Costa Rica Don Chico“ ist ein typischer Vertreter: Er wird auf der Farm „Don Chico“ von Adolfo Gamboa Monge mittlerweile in der dritten Generation angebaut.

Die Bohnen faszinieren mit einer dezenten Säure und einer leichten Karamellnote in Duft und Geschmack und schmecken leicht süßlich – was seinen Grund in der besonderen Verarbeitung „honey processed“ hat. Sie meinen, dass das was mit Honig und Honigaromen zu tun hat? Könnte so sein – ist es aber nicht. Die Auflösung: Rückstände von Fruchtfleisch geben den Bohnen eine klebrige Konsistenz, die an Honig erinnert. Die wiederum verleihen dem Kaffee durch die stärkere Fermentation seinen typischen Charakter. Einfach klasse!