Sagenumwoben, wunderschön, unvergesslich! Guatemala ist ein Land der Superlative. Weltkultur, vielfältige Natur und das Vermächtnis der Maya können bis heute hier bestaunt werden. Also so generell. Denn Huehuetenango beispielsweise ist nicht unbedingt was fürs Entdeckerherz – die Stadt versprüht keinen typisch-bunten guatemaltekischen Charme und touristische Attraktionen sucht man auch vergebens. Wofür es sich lohnt, Huehue (ausgesprochen nicht etwa naheliegenderweise hühü, sondern wä wä) einen Besuch abzustatten? Die Landschaft drumrum, die das Feinste zum Gedeihen bringt, was wir Röstzeiter uns vorstellen können. Kaffee! Und den in feinster Qualität.

Eine dieser Spezialitäten haben wir diesen Monat in unsere Cafés und in den Onlineshop geholt: Guatemala Finca Joya Grande. Die Kaffeekirschen wachsen in den Bergen der Region Huehuetenango und haben in dem eher kühlen Klima beste Wachstumsbedingungen. Die trockenen, warmen Winde, die von Tehuantepec, der Landenge zwischen dem Golf von Mexiko und dem Pazifik, herüberwehen, ermöglichen den Anbau auf 1.800 bis 2.000 Metern Höhe. Durch diesen Wechsel aus heißen Tagen und kühlen Nächten entwickeln die Kaffeekirschen eine feine Würze und milde Säure.

Austreberto Morel Hidalgo Argueta betreibt die Finca Joya Grande in dritter Generation. Dabei bewahrt er nicht nur das Erbe seines Großvaters, sondern setzt auch komplett eigene Akzente. Nur ein Beispiel: Da die 52 Hektar große Kaffeeplantage echt weit weg vom Schuss liegt und nur schlecht erreichbar war, baute er 1984 kurzerhand eine Straße. Seitdem müssen sich nicht mehr Pferde mit Kaffeesäcken auf dem Rücken über schmale Pfade ins Tal quälen. Auf 35 Hektar der Gesamtfläche kümmern sich Austreberto und sein Team um die Kaffeesträucher der Varietäten Bourbon, Caturra und Catuaí, der Rest ist und bleibt Wald. Und es wird gemunkelt, dass sich genau von dem auch der Name der Plantage ableitet: „Joya Grande“ meint „großer Juwel“ – denn die mächtigen Bäume wirken wie riesige Smaragde.

Aber zurück zum Kaffee: Der wird auf der Finca Joya Grande von Januar bis Mai geerntet – was sich schon mal etwas länger hinziehen kann, da die Kirschen von Hand gepflückt werden. Aber nur die ganz reifen Früchte, andere bleiben hängen und bekommen mehr Zeit, was sich erheblich auf die Qualität auswirkt. Nach der nassen Aufbereitung und Trocknung werden die Bohnen in Säcke verpackt und in die ganze Welt verschifft.

Unser Guatemala Finca Joya Grande zeichnet sich durch eine unverwechselbare Geschmacksfülle aus. Das ausgewogen-würzige Aroma wird um eine feine Säure- und leichte Rauchnote ergänzt. Plus: Es finden sich feine Nuancen von Milchschokolade und Schwarzer Johannisbeere wieder – genau die richtige Kombination, um im Herbst bei einem guten Tässchen Kaffee in den Tag zu starten …