Es ist endlich Sommer und richtig, richtig heiß. Da träumt man sich schon mal weg auf eine Insel mitten im Meer. Was Abkühlung durch Wasser und Wind verspricht. Und natürlich dieses wunderbar leichte Gefühl von Urlaub. Reist man durch Deutschland, stehen insgesamt 92 Inseln und Eiland-Winzlinge zur Auswahl, die sich auf Ost- und Nordsee aufteilen. Damit stehen unsere heimischen Gefilde immerhin noch auf dem letzten Platz der Top Ten der weltweit inselreichsten Länder. Ganz locker getoppt wird das jedoch von Indonesien, das gefühlt nur aus Inseln besteht – und nicht mal die Indonesier selbst wissen, wie viele es genau sind. Aktuelle Schätzungen werfen Zahlen von 17.508 bis 18.000 in den Raum.

Unser Kaffee des Monats kommt jedenfalls von der interessantesten und bekanntesten Insel Indonesiens. Die mit dem Weltkulturerbe Borobudur (größte buddhistische Tempelanlage der Welt), mit Urwald und grünen Canyons, dem aktiven Vulkan Bromo und Kaffee wie Gold. Java! Apropos Kaffee wie Gold: Java ist nicht nur die Heimat des „Kopi Luwak“, dieser legendären und außergewöhnlich teuren Sorte, bei der die Bohnen das Verdauungssystem des katzenartigen Luwaks durchlaufen. Auch bei Traditionen und Ritualen spielt Kaffee eine wesentliche Rolle: Neben Bananen wird er beispielsweise dem Weißen Büffel, einem Fabeltier, geopfert. Und bei Beerdigungszeremonien wird der Verstorbene mit einer Tasse Kaffee und einer Packung einheimischer Zigaretten ins Jenseits begleitet.

Aber zurück zu unserer Monatsspezialität, dem Indonesia Java Jampit Estate. Der gedeiht – wie der Name bereits verrät – auf der 3.000 Hektar großen Jampit-Plantage, deren Geschichte bis in die Kolonialzeit zurückreicht. Denn es waren niederländische Gouverneure, die 1699 Kaffeepflanzensetzlinge nach Indonesien brachten. Umgeben von Vulkanen und üppigen Wäldern liegt die Plantage im Osten der Insel auf dem Tjen-Plateau an den Ausläufern des Ijen-Vulkans. Die Kaffeesträucher finden hier exzellente Bedingungen vor – dafür sorgt die Kombination aus mineralreichen Vulkansteinböden, regenreichen Jahreszeiten und viel Sonne. Geerntet wird per Hand zwischen Juni und September (damit sind übrigens rund 3.000 Personen beschäftigt), aufbereitet wird mit der Nassmethode und die Trocknung erfolgt durch die Sonne.

Unter Kennern ist der Jampit-Estate-Kaffee für seinen charakteristischen Geschmack bekannt: Er ist vollmundig mit Aromen von Mandeln, Honig, Pfirsich und Schokolade, leicht bis mittelkräftig mit einer anhaltenden und intensiven Fülle. Die Säure ist dabei weich und angenehm. Übrigens: auch als Espresso ein Genuss! Probieren könnt ihr ihn wie immer in unseren Cafés, Nachschub für zu Hause gibt’s in unserem Onlineshop, solange der Vorrat reicht.