Zugegeben: Der Kaffeename ist ein kleiner Zungenbrecher – aber es lohnt, sich ihn zu merken und ihn immer wieder genussvoll auszusprechen. Schließlich ist diese Sorte eine der besten, die das afrikanische Land verlässt. Wenn nicht sogar der Welt. Aber schauen wir uns doch mal an, woher er genau kommt: Trotz der Nähe zum Geburtsort des Kaffees, also Äthiopien, wurde der Kaffeeanbau in Kenia relativ spät eingeführt. Um 1900 brachten schottische Missionare Kaffeepflanzen in das Land. Die ersten kommerziellen Produzenten waren die großen britischen Farmen, die den Kaffee nach London verkauften. Fun Fact: Die englische Besatzung hat dazu geführt, dass hier eher Tee als Kaffee getrunken wird – was übrigens bis heute so ist. Nach dem Mau-Mau-Aufstand, der 1954 begann und 1963 mit der Unabhängigkeit Kenias endete, wurde die Kaffeeproduktion den kenianischen Bauern überlassen.

Die wichtigsten Anbaugebiete liegen im zentralen Hochland, rund um den Mount Kenya und um den Mount Elgon. Karimikui ist eine Kooperative in Ngairiama am Mount Kenya. 1953 gegründet, zählt sie heute über 3.500 Mitglieder. Das Gebiet auf 1.700 bis 1.800 Metern über dem Meeresspiegel ist reich an fruchtbarer Vulkanerde – ideale Bedingungen also. Die reifen Kirschen werden von Hand gepflückt und dann in die Trockenmühle Karimikui gebracht. Nach einem ersten Wasserbad kommen sie für 24 Stunden in einen Fermentationstank. Auf eine Zwischenreinigung folgt die zweite Fermentation, die 12 bis 24 Stunden dauert, bevor das restliche Fruchtfleisch entfernt wird und die Bohnen dann wieder 24 Stunden in einem Tank mit klarem Wasser gelagert werden. Erst nach diesem aufwendigen Verfahren werden sie auf erhöhten Terrassen, den sogenannten afrikanischen Betten, zum Trocknen ausgelegt.

Diese vielen Schritte und die Sorgfalt bei der Aufbereitung schmeckt man dem Kaffee an: Vielschichtig, lebendig, mit vollem Körper, intensivem Duft und angenehmer Säure sorgt er für ein wunderbares Geschmackserlebnis. Abgerundet wird es durch feine fruchtige Aromen von Zitrone, Orange, Beeren, Cassis und Holunder. Perfekt geeignet ist er für die Zubereitung per Handfilter und in der Stempelkanne. Probieren und kaufen könnt ihr ihn wie immer in unseren Cafés, Nachschub gibt es ganz easy in unserem Online-Shop.