Nicaragua ist ein mittelamerikanisches Juwel zwischen Honduras und Costa Rica: Alte Kolonialstädte und verträumte Dörfer wechseln sich ab, tropische Regenwälder, weitläufige Steppen, aktive Vulkane, wilde Schluchten und kilometerlange Strände bestimmen das Landschaftsbild. Und mittendrin im Hochland der Regionen Matagalpa und Jinotega liegen die Plantagen der Familie Mierisch-McEwan. Mit feinem Gespür für Qualität, Umwelt und Wohlergehen* der eigenen Arbeiter pflanzt die Familie in inzwischen vierter Generation verschiedene Sorten an – unter anderem unseren Kaffee des Monats: den Nicaragua Maragogype.

Bereits im 19. Jahrhundert brachten die Franzosen ihn aus ihren Kolonien nach Europa, wo er wegen seines erlesenen Geschmacks quasi in Nullkommanichts zum beliebten Getränk der Königshäuser avancierte. Heute gilt er immer noch als Spezialität: Der Maragogype ist ein milder und weicher Kaffee. Dank seiner feinen Säure ist er sehr magenschonend, hat aber ein ausgewogenes Aroma und eine angenehme Würze. Aus diesem Grund ist er sehr beliebt bei Pressstempelkanne- beziehungsweise Filterkaffeetrinkern.

* Auf den meisten Farmen in Nicaragua leben kleine Gemeinschaften von durchschnittliche 50 Familien. Diese Gemeinschaften erhalten – wenn überhaupt – nur wenig Unterstützung von der Regierung des Landes und sind deshalb ausschließlich auf ihre Arbeit angewiesen, um die Familien zu ernähren. In einigen Fällen gibt es nur eingeschränkten Zugang zu Bildung, Gesundheitsvorsorge, Elektrizität, Kleidung und Grundnahrungsmitteln. Genau hier setzen verschiedene Programme an, die die Familie Mierisch-McEwan initiiert hat oder an denen sie teilnimmt. Beispielhaft seien eine Klinik, die Kindergärten und Grundschulen, die Kantine für Kleinkinder und die Hofläden genannt.