Über 17.000 Inseln machen Indonesien aus. Allein das dazu gehörende Sumatra, wo unser Kaffee des Monats herkommt, ist riesig. Um alles zu entdecken, was die sechstgrößte Insel der Welt zu bieten hat, bräuchte man wahrscheinlich Monate. Und langweilig wird es dabei garantiert nie. Denn ihre Naturschönheiten, die seltenen Tierarten, überwältigende Regenwälder und beeindruckende Vulkanlandschaften ziehen einen sofort in den Bann. Bekanntestes Beispiel für Reisende: der Tobasee, der vor über 70.000 Jahren durch einen Supervulkanausbruch entstand.

Und genau dieser See im Norden Sumatras ist die Heimat von Wahana Estate, der Kaffeeplantage, die auf 1.250 bis 1.350 Metern über dem Meeresspiegel den Gayo Toba anbaut. Die natürlichen Bedingungen für die Kultivierung sind hier schlicht ideal – genau durch die vielen Vulkane und die gemäßigte Klimazone mit zahlreichen Regenfällen. Der Gayo Toba basiert auf der Varietät P88 (was für ein spröder Name für den überwältigenden Genuss!), die 2011 von Gayo nach Wahana Estate gebracht wurde. Und ganz, ganz früher wurde sie von den Holländern über Kolumbien nach Indonesien gebracht, wo sie aufs Feinste gedieh.

Geschmacklich überzeugt der Gayo Toba durch einen fruchtig-milden, eleganten Körper mit feinen Anklängen von schwarzem Tee, Zitrusfrüchten und Schokolade. Er eignet sich besonders für die Zubereitung per Handfilter oder in der French Press.

Übrigens: Auch einer der teuersten Kaffees der Welt – der Kopi Luwak – kommt unter anderem aus Sumatra. Indonesische Schleichkatzen fressen die Kaffeebohnen und scheiden sie wieder aus. Dadurch soll der Kaffee besonders mild und sanft schmecken. Aber diese Geschichte soll ein anderes Mal ausführlicher erzählt werden …