Kaffee aus Äthiopien ist weltberühmt und heiß begehrt. Kein Wunder, denn dort hat er auch seinen Ursprung. Der Legende nach machte um 850 ein junger Ziegenhirt im ehemaligen Königreich Kaffa eine kuriose Entdeckung: Einige seiner Ziegen fraßen von Sträuchern kirschenähnlich rote Beeren und waren noch zu später Stunde putzmunter, während die anderen Tiere der Herde längst schliefen. Davon erzählte er den Mönchen eines nahegelegenen Klosters, die aus den Beeren einen Aufguss zubereiteten. Und siehe da: Sie tranken ihn, blieben lange wach und konnten auch in der Nacht ihren frommen Tätigkeiten nachgehen. Das vorherige Rösten der Früchte kam dann irgendwann noch dazu – schwups, der Kaffee war entdeckt.

Der Yirgacheffe ist einer der bekanntesten äthiopischen Kaffees. Er ist nach seiner Anbauregion im Süden des Landes benannt. Wie fast alle Sorten wird er von Kleinbauern liebevoll gehegt, gepflegt und aufbereitet. Unser Kaffee kommt von der Farm „Momo Kacha“, deren Waldgärten im abessinischen Hochland auf einer Höhe von 1.800 bis 2.200 Metern liegen. Die roten Kaffeekirschen reifen dort langsam im kühlen und angenehmen Höhenklima und bekommen genau die Reifezeit, die sie zur Entwicklung ihres fruchtig-würzigen Geschmacks benötigen. Nach der Ernte per Hand werden sie gewaschen und das Fruchtfleisch wird getrennt. Danach werden die Rohkaffeebohnen unter regelmäßigem Wenden in der Sonne getrocknet.

Und wie macht sich der Yirgacheffe in der Tasse? Er ist elegant und ausgeglichen, überzeugt dabei mit sehr frischen, blumigen und fruchtigen Geschmacksnuancen. Durch das schonende Röstverfahren eignet sich dieser Kaffee hervorragend für die Zubereitung in der French Press oder Aeropress, aber kommt auch aus dem Vollautomaten mit bestem Geschmack heraus. Probieren und kaufen könnt ihr ihn wie immer bei uns in den Cafés und Nachschub gibt’s im Onlineshop, solange der Vorrat reicht.

Übrigens: Äthiopien produziert nicht nur Kaffee, sondern hat selbst eine ausgeprägte Kaffeekultur. Einen klassischen Espresso oder gar einen Latte macchiato werdet ihr dort aber nicht finden: Der Kaffee wird mit Butter und Salz oder mit Honig und Gewürzen verfeinert. Und wer mal in den Genuss einer traditionellen Kaffeezeremonie kommen möchte, der sollte vor allem Zeit mitbringen: Die Einheimischen trinken zwar drei Tassen direkt hintereinander – und die schwarz wie die Nacht –, aber die Zubereitung von Arbol, Tona und Bereka (Tassen eins bis drei) ist sehr zeitaufwendig.