Handfilter Zubereitung 
Guter Kaffee ist eine Leidenschaft! 

Sind Sie stets auf der Suche nach dem feinsten Kaffeegeschmack? Dann kommen Sie früher oder später nicht um das virtuose Brühen mit dem Handfilter umhin. Mit etwas Übung entsteht beim manuellen Filtern in „Slow Motion“ eine herrlich intensive Tasse Kaffee. Wer ein solches Geschmackserlebnis anstrebt, kann dies unter Berücksichtigung von Mahlgrad, Portionierung, Bohnenqualität, Wassertemperatur, ein paar kleinen Tricks und dank der Hilfe eines Handfilters jederzeit zelebrieren.

Die Hauptakteure: Bohnen und Wasser 

Die Idealbesetzung für guten, von Hand gebrühten Kaffee sind würzige Bohnen aus einer klassischen Röstung und weiches Wasser mit einem Härtegrad von weniger als 8,4 °dH. Dabei werden die Bohnen unmittelbar vor dem Brühen frisch gemahlen. Dadurch ist ein Plus an Aroma garantiert. Der individuelle Mahlgrad der Kaffeemühle wird unterschieden in fein, mittel und grob. Die meisten Kaffeemühlen besitzen eine verstellbare Zahlenskala. Für das Brühen von Hand gilt ein mittlerer Mahlgrad als beste Wahl. Beim Kauf ganzer Kaffeebohnen signalisiert ein Hinweis auf der Verpackung, dass die gewählte Sorte sich gut zum manuellen Brühen eignet. Darüber hinaus lohnt es sich, die Beratung durch geschultes Personal in Anspruch zu nehmen. 

Die Werkzeuge: Handfilter, Papier, Dosierlöffel und Küchenwaage

Filter gibt es in unterschiedlichen Größen und Materialien. So kann jeder entsprechend seiner Haushaltsgröße und dem individuellen Bedarf wählen. Zu den robusten und zuverlässigen Filtern zählt der Porzellanfilter, den schon die Großmütter gern verwendeten. Dieser benötigt im Gegensatz zu anderen Filtern die traditionelle Filtertüte aus Papier in der passenden Größe. Während erfahrene Kaffeefans die Dosierung ihres Lieblingsgetränks „aus dem Effeff“ beherrschen, setzen Kaffeeneulinge auf Dosierlöffel und Küchenwaage. Guter Kaffee ist das Resultat eines ausgewogenen Verhältnisses von Kaffeemehl zu Wasser. Auf eine Einheit Kaffeemehl kommen 15 bis 17 Teile Wasser.  

Das Brühen

Frisches Wasser wird sprudelnd aufgekocht und auf ca. 95 °C bis 90 °C abgekühlt. Während der kurzen Abkühlphase werden Filter, Papier und das Kaffeegefäß (Tasse, Kanne) mit heißem Wasser ausgespült. Dieser Temperiervorgang soll das Kaffeearoma positiv beeinflussen. Danach kommt der frisch gemahlene Kaffee in den Filter und der Brühvorgang kann starten. Der erste Guss soll das gesamte Kaffeemehl eher benetzen oder anfeuchten, wobei kein Wasserstau im Handfilter entstehen darf. Hat der erste Guss den Filter passiert, wird nun in kleinen runden Bewegungen die gewünschte Menge Wasser langsam nachgegossen. Der Kaffeegenuss kann nun beginnen.

Gut zu wissen: 

Blooming oder Blooming Phase beschreibt die kurze Zeitspanne zwischen dem ersten Guss und dem eigentlichen Brühvorgang. Es handelt sich dabei um rund 30 Sekunden, in denen das Kaffeemehl zum Leben erwacht, also durch das heiße Wasser „aufblüht“.

Bei der Brewing Ratio geht es um das Mengenverhältnis von Kaffeepulver und Wasser. Als Richtlinie beim Kaffeebrühen gilt der Wert von 1 zu 17. Beim Espresso hingegen lautet die Empfehlung ein Teil Kaffee auf zwei Teile Espressopulver. 

Als Faustregel in Bezug auf die Kaffeemenge gelten sieben, leicht gehäufte Esslöffel Kaffee auf einen Liter Wasser. Mit der Hilfe einer Küchenwaage lässt sich die Menge überprüfen. Diese beträgt 60 Gramm.